Wer hat den Längsten? Der Kampf der Computer-Betriebssysteme

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Apple holt sich mit Mac OSX in den meisten Disziplinen die Top-Platzierung
15.03.2008



Das PC-Mag wollte es wissen und ließ die 4 großen Betriebssysteme, die derzeit den PC-Markt dominieren, gegeneinander antreten. Linux wurde durch die Distribution 'Ubuntu' vertreten, Microsoft war mit den Windows-Versionen 'XP' und 'Vista' dabei und Apple schickte MacOSX 10.5 'Leopard' ins Rennen.

Getestet wurde in den Disziplinen Preis, Installation, das 'Look and Feel' des Systems, die mitgelieferte Software, die Möglichkeit, Software von Drittherstellern zu installieren, Treiber und verfügbare Zusatzhardware, die Netzwerkfähigkeit sowie die Sicherheit des Systems.

Beim Preis schnitt erwartungsgemäß die komplett kostenfreie Betriebssystemvariante 'Ubuntu Linux' am besten ab. Einzig die Kosten für einen DVD-Rohling muss ein Ubuntu-Nutzer aufbringen, dann kann er sich Ubuntu herunterladen und brennen, bevor es losgeht. Auf Platz zwei landet Mac OSX, das für ca. 100 EUR erhältlich ist vor XP und Vista auf den Rängen 3 und 4.

Nach dem Kauf steht die Installation. Hier bekomt Mac OSX sehr gute Werte, Ubuntu bereitete den Testern die meisten Schwierigkeiten, die Windows-Versionen landen im guten Mittelfeld.

In Punkto Interface konnte sich Apple klar von seinen Konkurrenten absetzen. Wer einmal an einem Mac gearbeitet hat, wird bestätigen können, dass alles sauber, ordentlich und logisch bedienbar ist - eingefleischte Mac-Nutzer sprechen von 'es funktioniert einfach'. Windows Vista hat seine Hausaufgaben gemacht und landet mit der im Vergleich zu XP deutlich verbesserten Oberfläche auf einem guten zweiten Rang. Ubuntu hinterlässt bei den amerikanischen Testern gemischte Gefühle: Zum einen vereint die GNOME-Oberfläche das beste aus Mac und Windows, schaut aufgeräumt und logisch aus. Andererseits verlangt sie vom Anwender ein hohes Maß an Computerwissen - Punktabzug in der B-Note und damit Rang 4 noch hinter Windows XP.

Nicht nur bei der Bedienbarkeit, sondern auch beim Umfang der Software landet MacOSX klar auf dem Goldrang. die mitgelieferte iLife-Sammlung ermöglicht selbst blutigen Computerneulingen schnell Erfolgserlebnisse in nahezu allen Bereichen der Arbeit, die man mit einem Computer erledigen kann. Bildbearbeitung und Fotoalben, Musikverwaltung, Filme schneiden, Websiten erstellen - mit iLife ein Kinderspiel. Knapp auf Platz 2 landet Ubuntu. Die Linux-Welt bietet eine nehazu unbegrenzte Vielfalt an Software, so wird z.B. ein vollwertiges Office-Paket gleich mitinstalliert. Die hinteren Plätze teilen sich Vista und XP - Vista hat schon einige Grundwerkzeuge bekommen, aber bei XP ist nicht viel mehr geboten als System, Solitaire und Minesweeper...

Das erste mal punkten die Produkte aus dem Hause Microsoft so richtig bei den Fremdprogrammen. Nahezu jeder Softwarehersteller hat in den letzten Jahren seine Produkte für Windows XP herausgebracht, viele sind auch schon für Vista verfügbar. Platz 1 und 2 für Microsoft. Ubuntu landet hier auf Platz 3, Mac OSX auf Rang 4.

Der Zwischenstand: Mac OSX und Ubuntu bei der Softwareauswahl vorne, Windows bei den Treibern Bei den Treibern und der Gesamtkompatibilität ist das Feld mittlerweile eng beisammen. XP knapp auf Platz 1, Vista und MacOSX auf Rang 2, Ubuntu knapp dahinter. Treiber stellen heutzutage offenbar das geringste Problem für die modernen Betriebssysteme dar. Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch bei den Netzwerkfähigkeiten ab. XP hat hier in den letten Jahren durch die Service-Packs viel aufgholt, OSX und Vista kommunizieren ohne Probleme mit vielen Netzwerkkomponenten wie WLAN-Karten etc. Einzig der letzte Platz bei den Treibern beschert Ubuntu einen letzten Platz beim Netzwerken: Ohne passenden Treiber für die WLAN-karte gibt es manchmal auch einfach kein Netz.

In Sicherheitsaspekten liegen OSX und Ubuntu vor den beiden Windows-Varianten. Das liegt zum einen an der verschiedenartigen Grundarchitektur, zum anderen aber auch am deutlich höheren Verbreitungsgrad von Windows - diese mache Windows für Virenprogrammierer zu einem spannenderen Ziel, sagt das PCMag. Trotzdem empfehlen die Autoren den Nutzern aller Systeme den Einsatz guter Virenprogramme, denn auch wenn ein Virus auf einem Mac keinen Schaden anrichtet, kann ein unbedarfter Nutzer ihn schnell an einen Freund oder Kollegen weiterleiten und diesen ins Unheil stürzen. Wachsamkeit ist also immer geboten.

Im Gesamtschnitt macht für die Tester Mac OSX aus dem Hause Apple den besten Eindruck. Das System arbeitet ohne wirkliche Schwächen in allen Gebieten souverän und bietet in vielen Bereichen echte Innovationen und technisch herausragende Features. Die Techniker vom Spion können MacOSX ebenfalls eine sehr gute Bedienbarkeit sowie eine einfache Benutzbarkeit bescheinigen - der Sieger steht damit fest: MacOSX. So lange, bis wieder neue Innovationen kommen und die nächste Runde eingeläutet wird...
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