Tierisch: Von Pinguinen bis Polanski

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© Matej Hudovernik, 2010
14.07.2010

Pinguine entspannen auf dem Dach, eine Katze reist auf der Hinterachse eines Autos, ein Anzeige geht tierisch in die Hose und die Amerikaner sind tierisch sauer über Roman Polanskis Freilassung.

Anlässlich des zweiten Geburtstags des Ozeaneums in Stralsund wurde, wie Welt Online berichtet, auf der Dachterasse eine Anlage für die sogenannten "Botschafter des Südens" eröffnet. Neun Humboldt-Pinguinen steht dort fortan an ein Becken mit 120.000 Litern Meerwasser zur Verfügung, das auf 13 - 15 Grad heruntergekühlt wird. Die Hitze außerhalb des Wassers stört die Tiere nicht, die in freier Natur an den Küsten Chiles und Perus leben.

Katze als blinder Passagier auf Hinterachse

Deutlich weniger bequem hatte es da eine vermutlich aus Bochum stammende Katze, die auf der Hinterachse eines Autos quer durchs Ruhrgebiet reiste. Focus Online berichtet, dass Polizisten die Mieze erst berfreien konnte, nachdem sie das Hinterrad des Wagens abmontiert hatten. Die Katze konnte anschließend unverletzt in ein Tierheim gebracht werden. Warum das Tier überhaupt in das Auto gekrochen war, blieb unklar.

Radfahrer stellt sich unabsichtlich der Polizei

Tierisch daneben ging das Vorhaben eines 49-jährigen Radfahrers in Rostock, der auf einem Polizeirevier Anzeige erstatten wollte. Laut MV Ticker stellten die Beamten bei dem Mann starken Alkoholgeruch fest. Bei einem freiwilligen Atemalkoholtest wurde ein Wert von 2,21 Promille festgestellt. Sein Mountainbike durfte der Rostocker nicht wieder besteigen, gegen ihn wird wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt und zu allem Überfluss vergaß er wohl die Anzeige, die er hatte aufgeben wollen.

USA: "Wir jagen ihn bis an sein Lebensende!"

Die US-amerikanischen Behörden sind tierisch verärgert: Die Schweiz weigert sich, Roman Polanski auszuliefern. Wegen eines Formfehlers! Wie berlinonline.de berichtet, empört sich Philip Crowley, Sprecher des US-Außenministeriums: "Ein 13-jähriges Mädchen wurde von einem Erwachsenen vergewaltigt. Das ist doch keine Formfrage."

Während die USA an der Auslieferung des Filmregisseurs festhalten wollen, äußerten sich andere erfreut über die dessen Freilassung. Bernard Kouchner, Außenminister Frankreichs, ist erleichtert. Der "große franko-polnische Filmregisseur" könne sich nun wieder voll auf seine künstlerische Tätigkeit konzentrieren. Radoslaw Sikorski, Chef der polnischen Diplomatie, bedankte sich für die "vernünftige Entscheidung". Der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy erklärte, er sei "verrückt vor Freude".

Große Erleichterung auch bei Polanskis Ehefrau, Emmanuelle Seigner: "Mit großer Freude habe ich von der Freilassung meines Mannes erfahren. Das ist für meine Kinder sowie für mich selbst das Ende eines Albtraums, der neun Monate gedauert hat."

(pb)

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