Robbenknutschen bei Fernost-Rallye
City- & Szenenews
02.06.2010
Sechs westdeutsche Studienanwärter touren derzeit durch die ostdeutsche Hochschullandschaft. In der vergangen Wochen hat das "Team Rot» der Initiative "Studieren in Fernost» die Uni Rostock und deren Robbenstation unter die Lupe genommen.
Nicht einmal zehn Grad Celsius hat das Ostseewasser. Eine kühle Erfahrung für Anais, Pascal, Laura, Kimberly, Katharina und Janina, die allesamt noch nie in Rostock waren. Ihre Aufgabe ist es, mit den Robben am Marine Science Center um die Wette zu tauchen. Die sechs westdeutschen Studienanwärter touren nämlich durch die ostdeutsche Hochschullandschaft. In der vergangen Woche hat das "Team Rot» der Hochschulinitiative "Studieren in Fernost» die Universität Rostock und deren Robbenstation unter die Lupe genommen - wobei sich die Teenager eher von den Seehunden beschnuppern lassen haben als umgekehrt.
"Das war richtig cool», sagt Anais. Die 16-Jährige aus Wriedel in Niedersachen musste als erste mit Pascal aus Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen ins Wasser direkt an der Warnemünder Ostmole. "Das ist eine Erfahrung, die ich jedem empfehlen kann», sagt sie begeistert. "Ich wurde richtig abgeknutscht.» Statt, wie im Training geübt, die Hand mit der Schnauze zu berühren, bevorzugt die Robbe Anais' Gesicht. "Zwar ist aus ihr kein Prinz geworden, aber ich würde sie trotzdem mit nach Hause nehmen», scherzt die 16-Jährige. Zwar hat Pascal einen Neoprenanzug an, doch das unter zehn Grad Celsius kalte Wasser lässt ihn trotzdem ganz schön zittern. "Als mich die Robbe zum ersten Mal berührt hat, war das Glücksgefühl einfach größer und ich habe die Kälte vergessen», sagt der 20-Jährige.
Vorurteile zu Ostdeutschland abgebaut
Nicht nur der Kontakt mit den Robben ist neu. Anais war noch nie in den ostdeutschen Bundesländern unterwegs, schon gar nicht in Rostock oder Warnemünde. Pascal war als Kind nur einmal auf Rügen, kann sich aber an diese Urlaubsreise kaum erinnern.
Ziel der Initiative "Studieren in Fernost» ist es auch deshalb, westdeutsche Abiturienten für Hochschulen in den neuen Bundesländern zu begeistern - und mit Vorurteilen aufzuräumen. "Die Dinge, die so über den Osten erzählt werden, sind eher scherzhaft gemeint», berichtet Pascal. "Man erzählt sich zum Beispiel, hier gäbe es keine Bananen, was aber Quatsch ist.» Oder, dass es hier viele Plattenbauten gibt. "Okay, das wiederum stimmt».
Rallye Fernost über das Internet verfolgt
Die Erfahrungen sollen die Teenager aber nicht nur für sich behalten. Zehntausende Schüler verfolgen die "Rallye Fernost» über das Internet. Dazu schreiben, filmen, fotografieren, bloggen und twittern die Teams um die Wette. Am Ende wird abgestimmt, und da möchte das "Team Rot», dessen Route durch Mecklenburg-Vorpommern führt, gegenüber "Gelb» und "Blau» natürlich besonders gut abschneiden
Nun liegt es an Anais, Pascal und den anderen, ob sie ihre westdeutschen Mitschüler vom "Fernen Osten» begeistern können. Zwar will Pascal später mal Regisseur werden und Anais eher Schauspiel studieren - aber ihre kühl-nasse Tuchfühlung mit den Robben in Warnemünde werden sie so schnell nicht vergessen.
Matthias Bannert
Mehr spannende Themen aus dem Bereich Wissenschaft findest du auf:
Sechs westdeutsche Studienanwärter touren derzeit durch die ostdeutsche Hochschullandschaft. In der vergangen Wochen hat das "Team Rot» der Initiative "Studieren in Fernost» die Uni Rostock und deren Robbenstation unter die Lupe genommen.
Nicht einmal zehn Grad Celsius hat das Ostseewasser. Eine kühle Erfahrung für Anais, Pascal, Laura, Kimberly, Katharina und Janina, die allesamt noch nie in Rostock waren. Ihre Aufgabe ist es, mit den Robben am Marine Science Center um die Wette zu tauchen. Die sechs westdeutschen Studienanwärter touren nämlich durch die ostdeutsche Hochschullandschaft. In der vergangen Woche hat das "Team Rot» der Hochschulinitiative "Studieren in Fernost» die Universität Rostock und deren Robbenstation unter die Lupe genommen - wobei sich die Teenager eher von den Seehunden beschnuppern lassen haben als umgekehrt.
"Das war richtig cool», sagt Anais. Die 16-Jährige aus Wriedel in Niedersachen musste als erste mit Pascal aus Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen ins Wasser direkt an der Warnemünder Ostmole. "Das ist eine Erfahrung, die ich jedem empfehlen kann», sagt sie begeistert. "Ich wurde richtig abgeknutscht.» Statt, wie im Training geübt, die Hand mit der Schnauze zu berühren, bevorzugt die Robbe Anais' Gesicht. "Zwar ist aus ihr kein Prinz geworden, aber ich würde sie trotzdem mit nach Hause nehmen», scherzt die 16-Jährige. Zwar hat Pascal einen Neoprenanzug an, doch das unter zehn Grad Celsius kalte Wasser lässt ihn trotzdem ganz schön zittern. "Als mich die Robbe zum ersten Mal berührt hat, war das Glücksgefühl einfach größer und ich habe die Kälte vergessen», sagt der 20-Jährige.
Vorurteile zu Ostdeutschland abgebaut
Nicht nur der Kontakt mit den Robben ist neu. Anais war noch nie in den ostdeutschen Bundesländern unterwegs, schon gar nicht in Rostock oder Warnemünde. Pascal war als Kind nur einmal auf Rügen, kann sich aber an diese Urlaubsreise kaum erinnern.
Ziel der Initiative "Studieren in Fernost» ist es auch deshalb, westdeutsche Abiturienten für Hochschulen in den neuen Bundesländern zu begeistern - und mit Vorurteilen aufzuräumen. "Die Dinge, die so über den Osten erzählt werden, sind eher scherzhaft gemeint», berichtet Pascal. "Man erzählt sich zum Beispiel, hier gäbe es keine Bananen, was aber Quatsch ist.» Oder, dass es hier viele Plattenbauten gibt. "Okay, das wiederum stimmt».
Rallye Fernost über das Internet verfolgt
Die Erfahrungen sollen die Teenager aber nicht nur für sich behalten. Zehntausende Schüler verfolgen die "Rallye Fernost» über das Internet. Dazu schreiben, filmen, fotografieren, bloggen und twittern die Teams um die Wette. Am Ende wird abgestimmt, und da möchte das "Team Rot», dessen Route durch Mecklenburg-Vorpommern führt, gegenüber "Gelb» und "Blau» natürlich besonders gut abschneiden
Nun liegt es an Anais, Pascal und den anderen, ob sie ihre westdeutschen Mitschüler vom "Fernen Osten» begeistern können. Zwar will Pascal später mal Regisseur werden und Anais eher Schauspiel studieren - aber ihre kühl-nasse Tuchfühlung mit den Robben in Warnemünde werden sie so schnell nicht vergessen.
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