Polizei löst Skinhead-Treffen auf

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17.11.2008

Am Volkstrauertag stürmte die Polizei ein als private Feier getarntes Konzert von Skinheads. Die rechtsextremen Neonazis hatten sich in einer Discothek verschanzt.

Die Polizei hat ein Treffen von Skinheads aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt in Jüterbog aufgelöst. Wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte, hatten sich die mutmaßlich zur rechten Szene gehörenden Personen am Samstagabend in einer Diskothek verschanzt.

Nachdem die Polizei die Räume gestürmt hatte, nahmen die Beamten die Personalien von 77 Personen auf und sprachen Platzverweise aus. Fünf Skinheads, die sich weigerten, wurden vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen.

Bei der Durchsuchung der Diskothek stellten die Polizisten Reizgas, einen Schlagring, einen Baseballschläger sowie ein Springmesser sicher. Zudem wurden mehrere CDs mit vermutlich rechtsradikalen Texten beschlagnahmt.

Die Beamten nahmen mehrere Anzeigen wegen Widerstands gegen Polizisten sowie Beleidigung auf. Die Ermittler schließen nicht aus, dass das als private Feier deklarierte Treffen im Zusammenhang mit dem Volkstrauertag stand. (ddp/AG)
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