Mann heiratet tote Frau
City- & Szenenews
28.07.2008
Seine Geliebte war schon seit vier Jahren tot. Dennoch hat ein 68-jähriger Franzose sie jetzt geheiratet. Wie das geht ...
Mit dem Hut seiner langjährigen Partnerin erschien Jean-Louis Ronzier am Samstag im Rathaus von Lamontélarié. Die Tänzerin und der Kunstmaler hatten sich in den 80er Jahren kennengelernt und 20 Jahre zusammengelebt. "Ich spreche immer noch mit ihr und erzähle ihr, was ich tue", sagte der Bräutigam den Anwesenden vor der Zeremonie. Dann platzierte er den Hut neben sich, und die Zeremonie nahm ihren Lauf.
Versprochen ist versprochen
Im Jahr 2004 hatten die beiden heiraten wollen, doch zwei Monate vor dem festgesetzten Hochzeitsdatum sei die damals 52-jährige Martine Cazenave verstorben. Nach so langer Partnerschaft jedoch wolle er sein Eheversprechen nicht uneingelöst lassen, sagte Ronzier.
Erlaubnis von ganz oben
Ermöglicht wird eine solch ungewöhnliche Zeremonie durch den Artikel 171 des Code Civil, demzufolge der Präsident der Republik eine posthume Ehe erlauben darf, wenn "gewichtige Motive" vorliegen und einer der zukünftigen Gatten verstorben ist, nachdem er sein formales Einverständnis bereits gegeben hat.
Der 68-Jährige habe bereits bei dem früheren Präsidenten Chirac um Erlaubnis zu dieser Heirat angesucht, dieser jedoch habe dies stets abgelehnt. Erst der jetzige Präsident Sarkozy habe dem Vorhaben zugestimmt.
Keine Premiere
Es war nicht das erste Mal, dass eine solch ungewöhnliche Zeremonie in Frankreich stattfand: Bereits Anfang der 60er Jahre habe ein junges Mädchen ihren Verlobten heiraten dürfen, der bei einem Unglück ums Leben gekommen war.
(ur)
Seine Geliebte war schon seit vier Jahren tot. Dennoch hat ein 68-jähriger Franzose sie jetzt geheiratet. Wie das geht ...
Mit dem Hut seiner langjährigen Partnerin erschien Jean-Louis Ronzier am Samstag im Rathaus von Lamontélarié. Die Tänzerin und der Kunstmaler hatten sich in den 80er Jahren kennengelernt und 20 Jahre zusammengelebt. "Ich spreche immer noch mit ihr und erzähle ihr, was ich tue", sagte der Bräutigam den Anwesenden vor der Zeremonie. Dann platzierte er den Hut neben sich, und die Zeremonie nahm ihren Lauf.
Versprochen ist versprochen
Im Jahr 2004 hatten die beiden heiraten wollen, doch zwei Monate vor dem festgesetzten Hochzeitsdatum sei die damals 52-jährige Martine Cazenave verstorben. Nach so langer Partnerschaft jedoch wolle er sein Eheversprechen nicht uneingelöst lassen, sagte Ronzier.
Erlaubnis von ganz oben
Ermöglicht wird eine solch ungewöhnliche Zeremonie durch den Artikel 171 des Code Civil, demzufolge der Präsident der Republik eine posthume Ehe erlauben darf, wenn "gewichtige Motive" vorliegen und einer der zukünftigen Gatten verstorben ist, nachdem er sein formales Einverständnis bereits gegeben hat.
Der 68-Jährige habe bereits bei dem früheren Präsidenten Chirac um Erlaubnis zu dieser Heirat angesucht, dieser jedoch habe dies stets abgelehnt. Erst der jetzige Präsident Sarkozy habe dem Vorhaben zugestimmt.
Keine Premiere
Es war nicht das erste Mal, dass eine solch ungewöhnliche Zeremonie in Frankreich stattfand: Bereits Anfang der 60er Jahre habe ein junges Mädchen ihren Verlobten heiraten dürfen, der bei einem Unglück ums Leben gekommen war.
(ur)
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