Kölnerin mit Alternativem Nobelpreis ausgezeichnet

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09.12.2008

Monika Hauser ist am Montag in Stockholm ausgezeichnet worden. Wofür die gebürtige Schweizerin kämpft ...

Die Gründerin der Frauenhilfsorganisation "medica mondiale", Monika Hauser, ist am Montag in Stockholm mit dem schwedischen Right Livelihood Award 2008 ausgezeichnet worden. Die Ehrung ist auch als Alternativer Nobelpreis bekannt.

Sexuelle Gewalt im Krieg

Die Kölnerin wurde für ihr unermüdliches Engagement für Frauen ausgezeichnet, "die in Krisenregionen schrecklichste sexualisierte Gewalt erfahren haben, und für ihren Kampf, ihnen gesellschaftliche Anerkennung und Entschädigung zu verschaffen", hieß es in der in Stockholm bekanntgegebenen Begründung.

Erster Einsatzort: Europa

Die Frauenärztin gründete 1992 in der bosnischen Stadt Zenica ein Therapiezentrum für vergewaltigte und kriegstraumatisierte Frauen. Seitdem engagiert sich "medica mondiale" unter anderem im Kosovo, in Afghanistan und in Afrika.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt derzeit in Afghanistan, wo sich ihre Organisation unter anderem gegen die Zwangsverheiratung junger Mädchen einsetzt. Im Kosovo betreute die Organisation Frauen, deren Männer umgebracht und die selbst vergewaltigt wurden.

Vergewaltigung als Folter

Die 49-Jährige hat für ihr humanitäres Engagement bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. In den ARD-Tagesthemen war sie bereits 1993 zur Frau des Jahres gewählt worden. Hauser nutzte die jüngste Preisverleihung, um erneut auf das Schicksal von vergewaltigten und missbrauchten Frauen aufmerksam zu machen: Vergewaltigung müsse endlich als eine Form vom Folter und schwerer Menschenrechtsverletzung anerkannt werden.

Neben Hauser werden in diesem Jahr drei weitere Preisträger ausgezeichnet. Die Right Livelihood Awards sind insgesamt mit rund 210.000 Euro dotiert.
(ddp/ur)
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