Kindergeld vs. Schulessen - was findest du wichtiger?

City- & Szenenews

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11.02.2008



In einem Punkt sind sich die Politiker einig: Mehr Geld für Kinder soll her, und zwar ab 2009. Doch wie dieses Geld eingesetzt werden soll, darüber wird derzeit heftig debattiert. Soll man das Kindergeld erhöhen und damit die Eltern finanziell entlasten? Oder soll man stattdessen in öffentliche Einrichtungen wie Kindergärten oder in ein für die Kinder kostenfreies Schulessen investieren?

Das sagen die Regierungsparteien

Die CDU/CSU hat sich auf die Forderung nach mehr Kindergeld festgelegt. Vor allem Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen setzt sich dafür ein. Im ZDF sprach sie von "familienbedingten Mehrkosten", beispielsweise höheren Nebenkosten für Strom und Wasser, die dringend ausgeglichen werden müssten. Ähnlich äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie will sich zwar nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP auch über einen Ausbau der Betreuung und über das Schulessen "noch Gedanken machen", teilte dies aber erst auf Nachfragen einiger Journalisten mit.

Auf einen Kompromisskurs schwenkt dagegen die SPD ein, die vor kurzem noch für einen alleinigen Ausbau der Sachleistungen plädiert hatte. Von den Forderungen nach kostenlosen Betreuungsangeboten und Schulessen will die SPD zwar nicht abgehen. SPD-Chef Kurt Beck teilte jedoch am Montag mit, die geplanten Mehrausgaben zu gleichen Teilen für beide Belange einzusetzen - also höheres Kindergeld und mehr Sachleistungen.

Offen ließen beide Parteien, wie diese Mehrausgaben finanziert werden sollen. Beck rechnete vor, dass eine Anhebung des Kindergeldes um je 10 Euro insgesamt knapp 2 Milliarden Euro an staatlichen Mehrausgaben bedeuten würden.

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