Kinderärzte in MV wollen gestorbene Kinder obduzieren

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© Margo Sokolovskaya, 2010
09.03.2010

Der Verband der Kinder- und Jugendärzte Mecklenburg-Vorpommern möchte es zur Pflicht machen, dass gestorbene Kinder obduziert werden.

Die Obduktionspflicht soll laut Bild.de für Kinder unter fünf Jahren gelten. Der Verband unterstütze damit im Grundsatz eine umstrittene Initiative der Bremer Gesundheitsbehörde.

Am Montag erklärte Christiane Trapp, Pressesprecherin des Ärztebundes: "Für alle Eltern ist es im ersten Moment schwierig, wenn ihr Kind obduziert wird. Langfristig ist es aber eine Entlastung für die Eltern."

Durch die Obduktionspflicht soll erreicht werden, dass Krankheiten nicht mehr übersehen werden. Weiterhin würde die Gewissheit über die Todesursache den Eltern die Verarbeitung eines solchen Schicksalsschlags erleichtern. Schließlich könnten so Tötungen aufgedeckt werden.

(pb)
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