Immer mehr rechtsextreme Gewalt

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16.02.2009

Der gewaltsame Rechtsextremismus wird zu einem immer größeren Problem. Im vergangenen Jahr wurden allein in Sachsen 401 gewalttätige Übergriffe registriert, 30 Prozent mehr als noch 2007.

Mindestens 295 Personen seien dabei verletzt worden, einige von ihnen schwer. Stark zugenommen habe die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Brandanschläge, sie stieg binnen eines Jahres von 3 auf 18. "Die Zahlen belegen, dass in Sachsen täglich Menschen Opfer rechtsextremer Gewalt werden", sagte RAA-Projektkoordinatorin Grit Armonies. Schwerpunkt der Übergriffe seien die Großstädte Dresden und Leipzig. Die meisten Angriffe richteten sich zumeist gegen Jugendliche, die nicht der rechten Szene angehören wollen.

Mittlerweile treffe es auch unauffällige Jugendliche, die nicht politisch aktiv seien, sagte eine RAA-Mitarbeiterin. Zweithäufigste Opfer-Gruppe sind laut RAA Ausländer. "Es ist dringend geboten, den Fokus von den Tätern auf die Opfer zu richten", forderte Armonies. Denn diese würden mitunter zweimal traumatisiert: das erste Mal durch die Tat und dann noch einmal durch die Ignoranz der Gesellschaft. (ddp/AG)
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