Gute Laune auf Knopfdruck

City- & Szenenews

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31.10.2005



Die dunkle Jahreszeit ist angebrochen und damit auch die Zeit der schlechten Laune und Depressionen. Aber wer hat schon gerne schlechte Laune? Wohl niemand! Die menschliche Psyche ist darauf ausgerichtet sich wohl fühlen zu wollen und glücklich zu sein!
Manchmal ist es jedoch nicht so einfach sich aus dem Reich der schlechten Gedanken zu befreien. Wie man trotzdem versuchen kann, sich gute Laune zu verschaffen, soll in folgenden „ sieben Gute Laune – Selbsthilfetipps“ dargestellt werden:

Tipp Nummer eins: Schlafentzug
Der eine oder andere mag jetzt denken: „Bekommt man bei Schlafmangel nicht eher schlechte Laune!“ Richtig: wenn es sich um unfreiwilligen Schlafentzug handelt. Aber: freiwilliger Schlafentzug kann durchaus gefühlsaufhellend wirken. Vielleicht kennt ihr das Gefühl nach einer durchtanzten Diskonacht oder das freiwillige Wachbleiben um einen spannenden Roman zu lesen. In diesem Zustand wird der Muntermacher Noradrenalin freigesetzt. Dieser wirkt entspannend und angstlösend. Diese Taktik wird sogar in der klinischen Depressionsbehandlung eingesetzt!

Tipp Nummer zwei: Atmen
Klingt einfach – ist es auch! Aufrecht hinsetzten und ein paar Mal tief ein- und ausatmen. Dieses bewusste Atmen bringt die Produktion der Botenstoffe wieder ins Gleichgewicht. Im Alltag atmet man durch Stress oft zu flach, was sich auf Dauer erschöpfend auswirkt. Durch das tiefe ein- und ausatmen fühlt man sich sofort wacher und dadurch auch besser.

Tipp Nummer drei: Spontaneität
Tun was man gern tun möchte! Klingt ausgesprochen logisch, oder? Genau das ist es auch! Die Arbeit einfach mal einen Moment ruhen lassen und nur das machen wonach einem wirklich ist! Dabei durchbricht man die Routine, lässt Gefühle raus und lebt seine eigentlichen Stimmungen voll aus. Dadurch wird Adrenalin mobilisiert. Wenn man sich dagegen übertrieben anpasst und ständig kontrolliert, werden die hormonellen Abläufe im Körper ausgebremst.

Tipp Nummer vier: Vorstellungskraft
Was würdest du jetzt gerne tun? Wo wärst du im Moment am liebsten? Stell es dir doch einfach mal vor. Das Bild eines schönen Sonnenuntergangs, ein glitzernder Bergsee oder ein Palmenstrand – was immer deiner Vorstellung von einem schönen Ort entspricht – erschaff ihn dir in deinem Inneren. Dieses Bild setzt entsprechende Botenstoffe frei – z.B. Endovalium, welches harmonisierend und stimmungsausgleichend wirkt. Ist man eher müde und braucht etwas aufpuschendes, sollte man beispielsweise an ein Sommergewitter denken bzw. sich regelrecht hineinfühlen. Das stimuliert die Adrenalinproduktion.

Tipp Nummer fünf: Reizüberflutung
Starke Reizzufuhr lässt den Adrenalin- und Noradrenalinspiegel ansteigen. Diese Stresshormone sorgen seit jeher dafür, dass wir blitzartig auf Bedrohungen reagieren können. Wir sind hoch konzentriert, voll bei der Sache und guter Laune. Solche Reize sind beispielsweise eine feurige Diskussion, ein aufbrausender Streit, ein spannendes Sportturnier oder ein mitreißendes Konzert.

Tipp Nummer sechs: Meditation oder Autogenes Training
Durch bewusstes Atmen, Konzentration auf einen Gegenstand, Musik oder eine beruhigende Stimme kann man alle störenden Umwelteinflüsse ausschließen und in einen Schwebezustand gelangen der zwischen Bewusstsein und Schlaf liegt. Dabei wird vor allem Dopaim mobilisiert. Dieses steuert unseren emotionalen und motorischen Antrieb und fördert die Konzentration. Außerdem werden entspannende Endorphine bzw. "Glückshormone" aktiviert. Speziell beim Autogenen Training helfen Autosuggestionen (z.B. „Meine Augenlieder werden schwer“) sich besser zu konzentrieren und leichter in einen Entspannungszustand zu gelangen.

Tipp Nummer sieben: Sex
Klar – Sex macht glücklich. Er kurbelt die Botenstoffe in jeder Form an. Durch Hautkontakt, Streicheln, Küssen wird eine Oxytocin-Flut im Körper erzeugt. Dadurch wird man umgänglicher und großzügiger im Umgang mit anderen. Ein hoher Oxytocin-Spiegel schenkt uns außerdem rauschähnliche Lustgefühle und beim Orgasmus schnellt der Pegel des Botenstoffs auf Rekordhöhe an. Aktiviert werden auch verschiedene Endorphine (Glückshormone) und Dopamin, das unsere Kreativität fördert.

Neben diesen sieben Tipps, deren Ausführung die körpereigenen Drogen aktivieren, sollte man sich bei schlechter Laune oder gar Depressionen folgende zehn Gute-Laune-Fragen stellen:

• Worüber bin ich im Moment glücklich? Worüber könnte ich mich freuen und glücklich sein?
• Worauf bin ich (besonders) stolz? Worauf könnte ich stolz sein?
• Wofür bin ich dankbar? Wofür könnte ich dankbar sein?
• Wen liebe ich und wer liebt mich?
• Was begeistert mich? Wofür könnte ich mich begeistern?
• Mit welchen Menschen bin ich gerne zusammen?
• Welches sind meine schönsten Erinnerungen?
• Was mache ich besonders gerne?
• Wann war ich einmal besonders mutig?
• An welchen Orten fühle ich mich besonders wohl?

Sind dir die Antworten klar? Na dann steht deiner guten Laune nichts mehr im Weg!
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