Gesetzlich Versicherte warten doppelt so lange auf Arzttermin
City- & Szenenews
27.06.2008
Eine neue Studie erhärtet das Vorurteil. Doch Gründe sind andere als bislang angenommen.
Gesetzlich Versicherte warten bei akuten Beschwerden fünf Tage länger auf einen Arzttermin als Privatversicherte. Laut einer Studie des BKK-Bundesverbandes bekommen Kassenpatienten nach acht Tagen, PKV-Versicherte schon nach drei Tagen einen Termin, wie der BKK-Vorstandschef Wolfgang Schmeinck am Freitag bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin sagte.
Auch ohne akute Beschwerden ist die Wartezeit für GKV-Versicherte deutlich länger: Mit 26 Tagen warten sie mehr als doppelt so lang wie privat Versicherte, die im Schnitt nach zwölf Tagen kommen dürfen.
Warum ist das so?
Die Gründe für die Ungleichbehandlung liegen offenbar nicht im System. Vielmehr beruhe die unterschiedliche Wartezeit maßgeblich auf den "unterschiedlichen Verhaltensmustern" der Patienten, betonte der Leiter des Berliner BKK-Büros, Robert Paquet. Privat Versicherte mit meist höheren Bildungsabschlüssen könnten oft "mit mehr Sicherheit auftreten". Bei den GKV-Patienten beharre indes "ein gut Teil nicht auf seinen Terminwünschen". Im Klartext: Mund aufmachen hilft!
Schmeinck betonte zudem, die Erhebung sage nichts über die medizinische Behandlungsqualität. Befragt wurden rund 6000 Bürger ab 14 Jahren.
(ddp/ur)
Eine neue Studie erhärtet das Vorurteil. Doch Gründe sind andere als bislang angenommen.
Gesetzlich Versicherte warten bei akuten Beschwerden fünf Tage länger auf einen Arzttermin als Privatversicherte. Laut einer Studie des BKK-Bundesverbandes bekommen Kassenpatienten nach acht Tagen, PKV-Versicherte schon nach drei Tagen einen Termin, wie der BKK-Vorstandschef Wolfgang Schmeinck am Freitag bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin sagte.
Auch ohne akute Beschwerden ist die Wartezeit für GKV-Versicherte deutlich länger: Mit 26 Tagen warten sie mehr als doppelt so lang wie privat Versicherte, die im Schnitt nach zwölf Tagen kommen dürfen.
Warum ist das so?
Die Gründe für die Ungleichbehandlung liegen offenbar nicht im System. Vielmehr beruhe die unterschiedliche Wartezeit maßgeblich auf den "unterschiedlichen Verhaltensmustern" der Patienten, betonte der Leiter des Berliner BKK-Büros, Robert Paquet. Privat Versicherte mit meist höheren Bildungsabschlüssen könnten oft "mit mehr Sicherheit auftreten". Bei den GKV-Patienten beharre indes "ein gut Teil nicht auf seinen Terminwünschen". Im Klartext: Mund aufmachen hilft!
Schmeinck betonte zudem, die Erhebung sage nichts über die medizinische Behandlungsqualität. Befragt wurden rund 6000 Bürger ab 14 Jahren.
(ddp/ur)
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