Fast Food verboten

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© Monkey Business Images, 2008
30.07.2008

Die Stadt Los Angeles hat's satt: Zu viele Menschen frönen Burger, Pommes und Co. und leiden unter Übergewicht und seinen Folgen. Nun greifen die Behörden zu drastischen Maßnahmen.

Wie Spiegel Online heute meldet, sagen die Behörden der Stadt Los Angeles der weit verbreiteten Fehlernährung nun den Kampf an. Für den Süden der Stadt, in dem überdurchschnittlich viele Menschen an den Folgen ihres Übergewichts leiden, wurde gestern ein einjähriges Verbot für die Eröffnung neuer Schnellimbisse verhängt.

Von dem Verbot erhoffe man sich, dass sich hier künftig mehr Supermärkte, Anbieter von gesunden Lebensmitteln und Restaurants mit Sitzmöglichkeiten ansiedeln. Im Süden von L.A. leben rund 500.000 Menschen hispanischer oder afro-amerikanischer Abstammung. Jedes dritte Kind sei in diesem Bezirk zu dick.

Bei der Wurzel wird das Problem mit dem Verbot aber nicht gepackt: Laut einer Erhebung von Research International geht jeder zweite Amerikaner mindestens einmal die Woche in ein Schnellrestaurant. 14 % der Konsumenten sind sogenannte Hochfrequenznutzer - sie machen fast die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Eher unfreiwillig allerdings, denn viele von ihnen besuchen die Fast-Food-Restaurants deshalb so häufig, weil sie sich gesunde Lebensmittel schlichtweg nicht leisten können. Besonders seit die Fast-Food-Ketten unschlagbar günstige Ein-Dollar-Menus anbieten, ernähren sich ärmere Menschen vermehrt von Burger und Pommes.

(sh)
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