"Dinner in the Dark" oder: Warum meine weibliche Intuition im Dunkeln tappt

City- & Szenenews

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© elena moiseeva
31.03.2008



Mein Freund und ich, wir lieben Essen. Jede neue kulinarische Köstlichkeit wird von uns sofort getestet und auf ihre zukunftsweisenden Eigenschaften überprüft. Deshalb wurden wir auch schnell aufmerksam, als wir vom „Dinner in the Dark“ im Restaurant „Plan b“ in Rostock hörten. Gegessen hatten wir dort schon häufig und es auch immer genossen. Das Ganze jetzt im Dunkeln? Tolle Idee!

Ein hektischer Anfang

Obwohl wir dieses Dinner schon lange im Voraus geplant hatten, wurde es schließlich doch sehr hektisch - mein Freund steckte immer noch auf der Autobahn fest und wie aus dem Nichts fing es plötzlich an zu schneien. Nachdem er sich fast zu Tode gefahren hätte, erschienen wir gerade noch pünktlich im Restaurant. Im beleuchteten Bereich des Lokals nahm man uns erst einmal die Aufregung.

Wir machten also unsere Bestellung. Vor Beginn der „Dinner in the Dark“-Erfahrung musste nämlich festgestellt werden, ob es irgendwelche Allergien gibt, denn schließlich würden wir im verdunkelten Bereich kaum noch fähig sein, irgendetwas auf unserem Teller zu erkennen. Außerdem konnten wir hier das Hauptgericht unseres Vier-Gänge-Menüs wählen. Fisch, Fleisch und ein vegetarisches Hauptgericht standen zur Auswahl.

Auf in die Dunkelheit

Nach der Getränkebestellung ging es dann endlich in den hinteren Teil des Restaurants. Blinde Kellner führten uns zu unseren Tischen. Als wir diese nach der mir endlos lang vorkommenden Odyssee durch ein völlig schwarzes Restaurant mit Stühlen, Tischen und Stufen im Weg erreichten, setzte ich mich erst einmal erleichtert nieder und versuchte, meine Orientierung wiederzufinden.

Aufgrund der Tatsache, dass ich absolut nichts sah, versuchte ich, mich durch Fühlen und Hören zu orientieren. Ich strich über den Tisch und fühlte am Ende des Tisches eine Wand - offensichtlich gab es noch zwei unbesetzte Plätze am Tisch, auf die ich meine Tasche legte, damit keiner der Kellner drüber stolpern würde. Zuerst kamen die Getränke und schon kurze Zeit später unsere Vorspeise.

Das Essen

Es gab Salat, aber bereits zu Beginn fiel es uns schwer, die einzelnen Komponenten herauszuschmecken. Nach einigem Herumstochern stellten wir fest, dass es sich um Bruschetta mit Salatbeilage handelte. Als Hauptspeise hatten wir uns beide für Fisch entschieden. Die zugehörige Penne konnte ich erst schwer identifizieren. Unglaublich, wie eingeschränkt meine Sinne sind, sobald ich nichts mehr sehe. Nebenbei fiel es mir auch schwer, das Gespräch mit meinem Freund aufrechtzuerhalten. Ohne meine Sicht war ich unfähig, Nebengeräusche einfach auszuschalten. Die Unterhaltungen der anderen Gäste prügelten ungefiltert auf meine Sinne ein und ich konnte mich kaum noch auf unser Gespräch konzentrieren.

Nach einer Weile gewöhnte ich mich an die Dunkelheit. Die Kellner kamen immer wieder, um zu fragen, ob alles in Ordnung ist oder um neue Getränkebestellungen aufzunehmen. Das Dessert war für mich die weitaus größte Geschmackssensation. Es gab ein Dreierlei-Frucht-Gelee, und obwohl jede Komponente einen mir bekannten Geschmack verkörperte, konnte ich die Geschmackssorten nicht benennen. Erst später, als ich das Menü in meinen Händen hielt, erlebte ich den sogenannten "Ah!"-Effekt. Vor allem das Weingelee mit Äpfeln hatte uns während des Essens Kopfzerbrechen bereitet.

Das Ende eines aufregenden Dinners

Nach dem Essen gaben wir unseren Mägen noch eine kleine Verdauungspause und traten dann zurück ins Licht. Alles schien sehr hell, obwohl es schon längst dunkel draußen war. Auf dem Heimweg gab es natürlich kein anderes Thema als die Erfahrung, die wir gerade gemacht hatten. Wir waren uns einig, den Abend bald mal zu wiederholen.
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Kommentar insgesamt

Zicke X.
02.11.2010 17:34
reg. Mitglied
Ich war im Sommer dort.Meins war es irgendwie nicht
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