Die größte Sex-Studie Deutschlands

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© Sean Nel, 2008
19.09.2008

Im "Sexreport 2008" präsentiert ProSieben einen Blick in deutsche Schlafzimmer. In der fünfteiligen Dokumentation wird eine Online-Befragung ausgewertet, an der knapp 56 000 Deutsche teilgenommen haben. Der Spion verrät dir vorab die wichtigsten Zahlen.

Genau 40 Jahre nach den damals skandalösen Aufklärungsfilmen von Oswalt Kolle versucht ProSieben am Samstag eine kleine Fernseh-Revolution in Sachen Sex. Zum 80. Geburtstag des Sexpapstes wirft der Münchner Sender einen Blick in die Schlafzimmer der Deutschen - mit der laut ProSieben bislang größten Erhebung zum Liebesleben der Bundesbürger. In der fünfteiligen populärwissenschaftlichen Dokumentation "Sexreport 2008 - So lieben die Deutschen" werden die Ergebnisse der Online-Befragung von knapp 56 000 Deutschen präsentiert.

Wie oft, wie lange, wie viele?

Viel getan hat sich seit Kolles Aufklärungsfilmen - 139 Mal pro Jahr haben die Deutschen durchschnittlich Sex, neun Mal mehr als Ende der 60er Jahre. Frauen hatten im Schnitt mit 6,7 verschiedenen Partnern Geschlechtsverkehr. Männer gaben in der Studie an, im Schnitt 10,2 Partnerinnen im Bett gehabt zu haben. Mathematisch ist dies zwar nicht möglich, die Macher der Studie erklären sich dies jedoch damit, dass Männer zur Übertreibung neigen, Frauen dagegen zum Understatement.

Zu wenig!

Auch in anderen Bereichen bestätigt die Studie die gängigen Erkenntnisse und Klischees: Männer wollen mehr Sex. Nur jeder zweite (49,5 Prozent) in einer Beziehung lebende Mann hat so viel Geschlechtsverkehr, wie er gerne möchte. Bei den Frauen sind 64,3 Prozent mit dem Liebesleben in ihrer Partnerschaft zufrieden. Auch ihre Orgasmushäufigkeit finden 57,5 Prozent ausreichend. 35,2 Prozent würden beim Sex gerne häufiger den Höhepunkt erleben.

Männer sind treuer als Frauen

37,1 Prozent der Männer gaben in der Online-Umfrage zu, schon mal untreu gewesen zu sein. Bei den Frauen lag die Seitensprung-Quote mit 38,9 Prozent höher.

Das Schweigen ist gebrochen

Auch die Hommage an Oswalt Kolle kommt nicht zu kurz. Kolle selbst ist insgesamt zufrieden mit der wachsenden sexuellen Offenheit. "Die Liebe in Deutschland ist viel freier geworden", sagt der Filmproduzent und Journalist. Besonders erfreut sei er darüber, dass Paare laut Umfrage ungezwungener über ihre sexuellen Wünsche und Probleme reden: "Es ging mir immer darum, das Schweigen zu brechen."

Morgen Abend um 22:15 Uhr wird die erste Folge der Dokumentation ausgestrahlt.

(ddp/sh)
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