Die Folter-Feuerwehr
City- & Szenenews
05.07.2008
Nachdem es bereits bei der Bundeswehr mehrere Skandale aufgrund von Entwürdigungen von Soldaten gab, ist nun erstmals auch eine Freiwillige Feuerwehr betroffen.
In dem kleinen Ruhrgebietsstädtchen Oer-Erkenschwick hat es laut sueddeutsche.de offensichtlich über Jahre hinweg äußerst seltsame Aufnahmerituale bei der Freiwilligen Feuerwehr gegeben. Dies wurde jetzt bekannt, nachdem eine Bewerberin Anzeige wegen sexueller Nötigung erstattet hatte. Nach ihren Schilderungen wurde sie während eines Aufnahmerituals an einen Baum gefesselt, während ihr zwei Männer mit unzüchtigen Handlungen drohten. Die Staatsanwaltschaft Bochum stellte das Verfahren jedoch aus Mangel an Beweisen ein.
Der Fall der 20-Jährigen war nicht der einzige: Bewerber wurden offenbar nackt und gefesselt mit Wasser abgesprüht oder ihnen wurden die Genitalien mit Schuhcreme eingerieben. Das Innenministerium von NRW ist zurzeit dabei, die Vorfälle zu prüfen.
Der 20-jährigen Bewerberin indes wurde wegen der Anzeige gekündigt, ihrem Freund und dessen Vater, die beide bei der Berufsfeuerwehr Oer-Erkenschwick beschäftigt waren, ebenfalls. Alle drei haben jedoch nach einer Klage beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ihre Stellen zurückbekommen.
(KS)
Nachdem es bereits bei der Bundeswehr mehrere Skandale aufgrund von Entwürdigungen von Soldaten gab, ist nun erstmals auch eine Freiwillige Feuerwehr betroffen.
In dem kleinen Ruhrgebietsstädtchen Oer-Erkenschwick hat es laut sueddeutsche.de offensichtlich über Jahre hinweg äußerst seltsame Aufnahmerituale bei der Freiwilligen Feuerwehr gegeben. Dies wurde jetzt bekannt, nachdem eine Bewerberin Anzeige wegen sexueller Nötigung erstattet hatte. Nach ihren Schilderungen wurde sie während eines Aufnahmerituals an einen Baum gefesselt, während ihr zwei Männer mit unzüchtigen Handlungen drohten. Die Staatsanwaltschaft Bochum stellte das Verfahren jedoch aus Mangel an Beweisen ein.
Der Fall der 20-Jährigen war nicht der einzige: Bewerber wurden offenbar nackt und gefesselt mit Wasser abgesprüht oder ihnen wurden die Genitalien mit Schuhcreme eingerieben. Das Innenministerium von NRW ist zurzeit dabei, die Vorfälle zu prüfen.
Der 20-jährigen Bewerberin indes wurde wegen der Anzeige gekündigt, ihrem Freund und dessen Vater, die beide bei der Berufsfeuerwehr Oer-Erkenschwick beschäftigt waren, ebenfalls. Alle drei haben jedoch nach einer Klage beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ihre Stellen zurückbekommen.
(KS)
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