Das Rauchverbot an Schulen in MV steht auf der Kippe
City- & Szenenews
Kippt bald das Rauchverbot an Schulen in MV?
23.01.2008
An allen Schulen in MV gilt seit etwa sechs Monaten das absolute Rauchverbot für Schüler und Lehrer. Doch jetzt wollen ausgerechnet die Pädagogen das Gesetz kippen. Die Lehrkräfte fordern die Wiedereinführung der offiziellen Raucherecken an allen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Lehrer klagen darüber, dass das Gesetz in der jetzigen Form nicht umsetzbar sei, da die Schüler in den Pausen nun nicht mehr in den Raucherecken ihr Kippchen rauchen, sondern vom Gesetzgeber dazu gezwungen werden, den Schulhof zu verlassen. Sobald die Schüler das Schulgelände verlassen, sind sie nicht mehr unter der vorgeschriebenen Aufsicht durch die Lehrer.
Für Lehrer und Schüler ist dadurch per Gesetz eine schwierige Situation enstanden. Viele Schulen haben daher "stillschweigend" ihre alten Raucherecken wieder eröffnet, um die Jugendlichen in ihre Obhut zurückzuführen. Außerdem seien vielerorts die Raucherecken nur für Schüler unter 18 Jahren gesperrt worden, ältere Jahrgänge wurden in der Praxis oftmals weiterhin geduldet.
Kommt jetzt das Bremer Modell?
Im Bundesland Bremen, welches Vorreiter der Umsetzung des Rauchverbots an Schulen war, hat man ähnliche Erfahrungen gemacht. Schüler strömten dort ebenfalls in Scharen vom Schulhof und rauchten ihre Zigarette im Häuseraufgang nebenan oder vor dem örtlichen Supermarkt. Um dem Problem der Schulhofflüchtlinge und den Beschwerden durch Anwohner über Schüler wieder Herr zu werden, entschieden die Stadtväter in Bremen die Raucherinseln wieder einzuführen.
Um trotzdem dem Gesetz gerecht zu werden, wurden die Raucherecken einfach zu öffentlichen Plätzen umdeklariert. Damit wurde das gesetzliche Rauchverbot (pro forma) umgesetzt, und die Schüler waren nicht mehr gezwungen für die Pausenkippe das Schulgelände zu verlassen.
Ob das Bremer-Modell auch in MV Anwendung finden wird, bleibt vorerst ungeklärt. Aus dem Bildungsministerium in Schwerin wurde vielmehr ein härteres Durchgreifen der Lehrer eingefordert. Wie weit die Politiker dort aber von der Realität entfernt leben, zeigt die derzeitige Situation an MVs Schulen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich alle Seiten auf eine vernünftige Lösung einigen können.
Eine Umfrage zum Thema findet Ihr hier.
An allen Schulen in MV gilt seit etwa sechs Monaten das absolute Rauchverbot für Schüler und Lehrer. Doch jetzt wollen ausgerechnet die Pädagogen das Gesetz kippen. Die Lehrkräfte fordern die Wiedereinführung der offiziellen Raucherecken an allen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Lehrer klagen darüber, dass das Gesetz in der jetzigen Form nicht umsetzbar sei, da die Schüler in den Pausen nun nicht mehr in den Raucherecken ihr Kippchen rauchen, sondern vom Gesetzgeber dazu gezwungen werden, den Schulhof zu verlassen. Sobald die Schüler das Schulgelände verlassen, sind sie nicht mehr unter der vorgeschriebenen Aufsicht durch die Lehrer.
Für Lehrer und Schüler ist dadurch per Gesetz eine schwierige Situation enstanden. Viele Schulen haben daher "stillschweigend" ihre alten Raucherecken wieder eröffnet, um die Jugendlichen in ihre Obhut zurückzuführen. Außerdem seien vielerorts die Raucherecken nur für Schüler unter 18 Jahren gesperrt worden, ältere Jahrgänge wurden in der Praxis oftmals weiterhin geduldet.
Kommt jetzt das Bremer Modell?
Im Bundesland Bremen, welches Vorreiter der Umsetzung des Rauchverbots an Schulen war, hat man ähnliche Erfahrungen gemacht. Schüler strömten dort ebenfalls in Scharen vom Schulhof und rauchten ihre Zigarette im Häuseraufgang nebenan oder vor dem örtlichen Supermarkt. Um dem Problem der Schulhofflüchtlinge und den Beschwerden durch Anwohner über Schüler wieder Herr zu werden, entschieden die Stadtväter in Bremen die Raucherinseln wieder einzuführen.
Um trotzdem dem Gesetz gerecht zu werden, wurden die Raucherecken einfach zu öffentlichen Plätzen umdeklariert. Damit wurde das gesetzliche Rauchverbot (pro forma) umgesetzt, und die Schüler waren nicht mehr gezwungen für die Pausenkippe das Schulgelände zu verlassen.
Ob das Bremer-Modell auch in MV Anwendung finden wird, bleibt vorerst ungeklärt. Aus dem Bildungsministerium in Schwerin wurde vielmehr ein härteres Durchgreifen der Lehrer eingefordert. Wie weit die Politiker dort aber von der Realität entfernt leben, zeigt die derzeitige Situation an MVs Schulen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich alle Seiten auf eine vernünftige Lösung einigen können.
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