Wintershopping - nichts leichter als das!
Kolumne
28.11.2007
Es wird kälter, ich friere und mit drei Pullovern übereinander fühle ich mich mindestens so beweglich wie das Michelin-Männchen. Zeit, mal wieder shoppen zu gehen – ich plane, mir eine neue Jacke, Mütze, Handschuhe und kleidsame, aber dennoch warme Pullover zu kaufen. Viel Geld habe ich nicht, was bestimmt auch meinem verschwenderischen Lebensstil geschuldet ist, aber ich bin mir sicher, dass ich in den bekannten Bekleidungsketten auch für wenig Geld fündig werden kann.
Als ich endlich meine warme, gemütliche Wohnung verlasse, ist es zwar noch hell, aber am Horizont erkenne ich schon die ersten dunklen „Dämmerungsstreifen“. Ich werde mich wohl nie daran gewöhnen, dass es im Winter tagein, tagaus dunkel ist und anders als bei den meisten Frauen, ist meine Shopping-Lust durch Kälte und Dunkelheit schnell gehemmt. Als ich die Fußgängerzone erreiche, ist es bereits dunkel und ich ziehe meine Schultern so hoch, dass sie fast meine Ohren verdecken. Nun schnell in das erste Geschäft, einem bekannten schwedischen Modehaus.
Es scheint als wäre ich nicht die einzige Person gewesen, die warme Klamotten braucht. In der Männerabteilung kramen zurückgelassene Partner lustlos in den Unterhosen-Wühltischen, ihre shoppenden Frauen drängen sich auf der anderen Seite zwischen kleiderbehängten, eng gestellten Regalen. Ich sehe zwei Frauen, die gleichzeitig nach demselben Teil greifen und sich gegenseitig böse Blicke zuwerfen. Ich entscheide mich, zu den hinteren Regalen mit den sportlichen Pullovern zu gehen. Dort scheint es leer zu sein und was sollte ich im Winter schon mit dünnen Seidenkleidchen anfangen?
Doch dann streift mein Blick über dieses wunderbare violette Satintop mit Spitzenrand. So ein Top habe ich schon lange gesucht und es würde auf der nächsten Party bestimmt toll aussehen. Ich nehme es mir gleich in zwei Größen mit – ich kann nie erahnen wie die Kleidung diesmal ausfällt und ich möchte in der Umkleidekabine keine bösen Überraschungen erleben. Lustlos gehe ich nun zu den Pullovern hinüber, aber eigentlich möchte ich nur noch dieses Top anprobieren. Ich nehme mir drei warm und gemütlich aussehende Exemplare mit, natürlich jedes nur in einer Größe.
Nachdem ich circa zehn Minuten an der Schlange gewartet hab, bekomme ich nun endlich eine Umkleidekabine. Natürlich probiere ich zuerst das Top an und es scheint auf Anhieb zu passen. Danach die Pullover, doch die sind allesamt zu groß. Ich könnte mir jetzt noch die kleinere Version holen, aber dann wieder zehn Minuten anstehen? Ich komme zwar aus dem Osten Deutschlands, bin aber nach 17 Jahren Deutsche Einheit gänzlich unkonditioniert. Also gebe ich die Pullover zurück und gehe dennoch froh zur Kasse, vorbei an Handschuhen und Mützen, die ich ja eigentlich auch noch kaufen wollte.
Das fällt mir natürlich erst nach dem Bezahlen und Verlassen des Geschäftes ein, aber ich denke mir, dass ich in den anderen Läden schon noch was finden werde. Bei meinem weiteren Streifzug durch die Stadt mit hochgezogenen Schultern und kalten Händen erstehe ich zwar eine neue todschicke Hose, zwei weitere Shirts und ein Paar Socken mit kleinen Blümchen drauf, aber keine Pullover, Handschuhe oder Mütze. Geschweige denn eine Jacke.
Zuhause angekommen, wartet mein Freund auf mich und fragt, ob ich gefunden habe, wonach ich suchte. „Nun ja, sozusagen...“ antworte ich zögerlich. Er muss ja nicht alles wissen... Sein leicht amüsierter Blick zeigt mir jedoch, dass er es bereits tut.
Es wird kälter, ich friere und mit drei Pullovern übereinander fühle ich mich mindestens so beweglich wie das Michelin-Männchen. Zeit, mal wieder shoppen zu gehen – ich plane, mir eine neue Jacke, Mütze, Handschuhe und kleidsame, aber dennoch warme Pullover zu kaufen. Viel Geld habe ich nicht, was bestimmt auch meinem verschwenderischen Lebensstil geschuldet ist, aber ich bin mir sicher, dass ich in den bekannten Bekleidungsketten auch für wenig Geld fündig werden kann.
Als ich endlich meine warme, gemütliche Wohnung verlasse, ist es zwar noch hell, aber am Horizont erkenne ich schon die ersten dunklen „Dämmerungsstreifen“. Ich werde mich wohl nie daran gewöhnen, dass es im Winter tagein, tagaus dunkel ist und anders als bei den meisten Frauen, ist meine Shopping-Lust durch Kälte und Dunkelheit schnell gehemmt. Als ich die Fußgängerzone erreiche, ist es bereits dunkel und ich ziehe meine Schultern so hoch, dass sie fast meine Ohren verdecken. Nun schnell in das erste Geschäft, einem bekannten schwedischen Modehaus.
Es scheint als wäre ich nicht die einzige Person gewesen, die warme Klamotten braucht. In der Männerabteilung kramen zurückgelassene Partner lustlos in den Unterhosen-Wühltischen, ihre shoppenden Frauen drängen sich auf der anderen Seite zwischen kleiderbehängten, eng gestellten Regalen. Ich sehe zwei Frauen, die gleichzeitig nach demselben Teil greifen und sich gegenseitig böse Blicke zuwerfen. Ich entscheide mich, zu den hinteren Regalen mit den sportlichen Pullovern zu gehen. Dort scheint es leer zu sein und was sollte ich im Winter schon mit dünnen Seidenkleidchen anfangen?
Doch dann streift mein Blick über dieses wunderbare violette Satintop mit Spitzenrand. So ein Top habe ich schon lange gesucht und es würde auf der nächsten Party bestimmt toll aussehen. Ich nehme es mir gleich in zwei Größen mit – ich kann nie erahnen wie die Kleidung diesmal ausfällt und ich möchte in der Umkleidekabine keine bösen Überraschungen erleben. Lustlos gehe ich nun zu den Pullovern hinüber, aber eigentlich möchte ich nur noch dieses Top anprobieren. Ich nehme mir drei warm und gemütlich aussehende Exemplare mit, natürlich jedes nur in einer Größe.
Nachdem ich circa zehn Minuten an der Schlange gewartet hab, bekomme ich nun endlich eine Umkleidekabine. Natürlich probiere ich zuerst das Top an und es scheint auf Anhieb zu passen. Danach die Pullover, doch die sind allesamt zu groß. Ich könnte mir jetzt noch die kleinere Version holen, aber dann wieder zehn Minuten anstehen? Ich komme zwar aus dem Osten Deutschlands, bin aber nach 17 Jahren Deutsche Einheit gänzlich unkonditioniert. Also gebe ich die Pullover zurück und gehe dennoch froh zur Kasse, vorbei an Handschuhen und Mützen, die ich ja eigentlich auch noch kaufen wollte.
Das fällt mir natürlich erst nach dem Bezahlen und Verlassen des Geschäftes ein, aber ich denke mir, dass ich in den anderen Läden schon noch was finden werde. Bei meinem weiteren Streifzug durch die Stadt mit hochgezogenen Schultern und kalten Händen erstehe ich zwar eine neue todschicke Hose, zwei weitere Shirts und ein Paar Socken mit kleinen Blümchen drauf, aber keine Pullover, Handschuhe oder Mütze. Geschweige denn eine Jacke.
Zuhause angekommen, wartet mein Freund auf mich und fragt, ob ich gefunden habe, wonach ich suchte. „Nun ja, sozusagen...“ antworte ich zögerlich. Er muss ja nicht alles wissen... Sein leicht amüsierter Blick zeigt mir jedoch, dass er es bereits tut.
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