Filmstart: "Sicko"
Kino & TV
11.10.2007
Heute startet der neue Film Michael Moores mit dem Titel „Sicko“ (zu deutsch: Kranker) in den Kinos. Wiedereinmal versucht der Meister der Polemik auf Missstände in der amerikanischen Gesellschaft aufmerksam zu machen. Diesmal nimmt er das Gesundheitssystem der USA unter die Lupe und deckt dabei die verheerenden Probleme einer privatisierten Gesundheitsindustrie auf.
Eine Flut von Briefen
Vor etwa 2 Jahren rief Moore auf seiner Homepage die Leser auf, ihm Erfahrungsberichte über verweigerte Behandlungen oder teuren Behandlungskosten zuzusenden. Viele Zuschriften gingen ein, ein Fakt der nicht sehr verwundert, gab es doch im Jahre 2006 54,5 Millionen nicht versicherte Bürger in den USA. In ihren Briefen berichteten die Leute von Verwandten oder Freunden, die starben, weil die Versicherungen die lebenswichtigen Behandlungen nicht bezahlen wollten oder von der Armut, in die sie gestürzt wurden, weil sie Behandlungen und Medikamente selbst bezahlen mussten.
Das "kranke" System
Moore greift in seinem Film einige dieser Fälle auf, geht aber auch noch weiter und beleuchtet das Wirtschaftssystem, das hinter den Versicherungskonzernen steht. Er lässt ehemalige Angestellte von Versicherungen zu Wort kommen, die von den gängigen Praktiken bei der Ablehnung einer Behandlung berichten und er vergleicht das amerikanische Gesundheitssystem mit denen in anderen Ländern, wie Kanada, Frankreich, Großbritannien oder Kuba.
Nur ein amerikanisches Phänomen?
Für viele mag das, was Moore zu erzählen hat, nicht neu sein und auch die Art und Weise, wie er über dieses Thema berichtet, wird bei vielen Zuschauern Kritik auslösen, jedoch schafft es Moore mit der ihm eigenen Art, eine breite Öffentlichkeit von dem Thema in Kenntnis zu setzen. Auch ist der Inhalt der Dokumentation nicht als ein amerikanisches Phänomen zu betrachten, zeichnet Moore doch ab, was uns bevorsteht, wenn wir uns weiter auf dem Weg der ungehemmten Privatisierung vorwärtsbewegen. Nicht alles, was über 'den großen Teich' kommt ist, ist immer gut und anstrebenswert und der Film beweist uns, dass wir froh sein sollten, in einem Land mit einem so fortschrittlichen Gesundheitssystem zu leben.
Heute startet der neue Film Michael Moores mit dem Titel „Sicko“ (zu deutsch: Kranker) in den Kinos. Wiedereinmal versucht der Meister der Polemik auf Missstände in der amerikanischen Gesellschaft aufmerksam zu machen. Diesmal nimmt er das Gesundheitssystem der USA unter die Lupe und deckt dabei die verheerenden Probleme einer privatisierten Gesundheitsindustrie auf.
Eine Flut von Briefen
Vor etwa 2 Jahren rief Moore auf seiner Homepage die Leser auf, ihm Erfahrungsberichte über verweigerte Behandlungen oder teuren Behandlungskosten zuzusenden. Viele Zuschriften gingen ein, ein Fakt der nicht sehr verwundert, gab es doch im Jahre 2006 54,5 Millionen nicht versicherte Bürger in den USA. In ihren Briefen berichteten die Leute von Verwandten oder Freunden, die starben, weil die Versicherungen die lebenswichtigen Behandlungen nicht bezahlen wollten oder von der Armut, in die sie gestürzt wurden, weil sie Behandlungen und Medikamente selbst bezahlen mussten.
Das "kranke" System
Moore greift in seinem Film einige dieser Fälle auf, geht aber auch noch weiter und beleuchtet das Wirtschaftssystem, das hinter den Versicherungskonzernen steht. Er lässt ehemalige Angestellte von Versicherungen zu Wort kommen, die von den gängigen Praktiken bei der Ablehnung einer Behandlung berichten und er vergleicht das amerikanische Gesundheitssystem mit denen in anderen Ländern, wie Kanada, Frankreich, Großbritannien oder Kuba.
Nur ein amerikanisches Phänomen?
Für viele mag das, was Moore zu erzählen hat, nicht neu sein und auch die Art und Weise, wie er über dieses Thema berichtet, wird bei vielen Zuschauern Kritik auslösen, jedoch schafft es Moore mit der ihm eigenen Art, eine breite Öffentlichkeit von dem Thema in Kenntnis zu setzen. Auch ist der Inhalt der Dokumentation nicht als ein amerikanisches Phänomen zu betrachten, zeichnet Moore doch ab, was uns bevorsteht, wenn wir uns weiter auf dem Weg der ungehemmten Privatisierung vorwärtsbewegen. Nicht alles, was über 'den großen Teich' kommt ist, ist immer gut und anstrebenswert und der Film beweist uns, dass wir froh sein sollten, in einem Land mit einem so fortschrittlichen Gesundheitssystem zu leben.
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