Der Spion-Buchtipp: "Drachenläufer" von Khaled Hosseini
Bücher
Khaled Hosseini „Drachenläufer“. Roman. (Berlin Verlag 2003)
16.03.2007
Neben aktuellen Kino- und Musiknews wollen wir euch von nun an auch interessante und spannende Neuheiten aus dem Bereich der Literatur vorstellen und haben somit eine neue Rubrik "Bücher" eröffnet. Den Anfang machen wir mit „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini:
Grenzenlose Liebe, Bewunderung und tiefste Dankbarkeit; maßlose Enttäuschung, quälende Zweifel, Neid und bittere Reue - nur wenige Bücher vermögen die Skala der Gefühle so umfassend abzudecken und sie miteinander zu verknüpfen wie Khaled Hosseinis „Drachenläufer“. Von der ersten Seite an packt der Roman seine Leser und nimmt sie mit auf eine Reise ins Afghanistan der 60er und 70er Jahre, genauer nach Kabul, wo sie Einblicke in die ersten 12 Lebensjahre des Protagonisten und Ich-Erzählers Amir bekommen. Amir, der, als die russischen Truppen in Afghanistan Einzug hielten, mit seinem hoch angesehenen Vater Baba in die USA floh, erzählt rückblickend von seiner Kindheit in Afghanistan, die im Winter 1975 eine tragische Wende nahm. Jener Winter markiert den Bruch der tiefen und innigen Freundschaft Amirs zu dem nur wenige Monate jüngeren Hassan, der zusammen mit seinem Vater Ali als Diener im Hause Babas arbeitet. Trotz der Unterschiede in Aussehen, Bildungsstand, Religion und gesellschaftlicher Stellung wachsen die beiden Jungen Seite an Seite auf. Vor allem der bemerkenswert loyale Hassan ergreift jede sich bietende Gelegenheit, Amir seine Zuneigung und Anerkennung zu beweisen. Immer und immer wieder tritt er vollkommen selbstlos für Amir ein. Als eines Tages jedoch Hassan etwas Schreckliches zustößt, versäumt Amir es, seinem Freund zur Hilfe zu kommen und ihm beizustehen – eine folgenschwere Entscheidung, die das Leben des Protagonisten entscheidend verändert.
Zwar gelingt es Amir, sich in den USA ein glückliches Ehe- und Berufsleben aufzubauen und endlich auch die so lang ersehnte Anerkennung des Vaters zu gewinnen, aber die Erinnerungen an seine Vergangenheit lassen ihn nicht los. In den USA verfolgt er die Übernahme Afghanistans durch die Taliban und deren Gewaltherrschaft und wird so immer wieder an Hassan erinnert. Er kann sich nicht verzeihen, dass er seinem Freund nicht geholfen hat. Eines Tages erhält Amir jedoch einen Anruf, der sein Leben verändern soll: Er bekommt die Chance, nach Afghanistan zurückzukehren, die Geschehnisse wieder gutzumachen und endlich mit sich ins Reine zu kommen.
Khaled Hosseinis „Drachenläufer“ erzählt die Geschichte dieser innigen Freundschaft voller Gefühl. Daneben stellt der Autor uns ein anderes Afghanistan vor, als wir es in den letzten Jahren aus den Medien kennen. Er gewährt uns Einblicke in das afghanische Leben und die afghanische Kultur vor dem Krieg und zeigt eindrucksvoll die tiefe Traurigkeit der Exil-Afghanen über den Verlust ihrer Heimat und die Hilflosigkeit in ihrem Land. Was Hosseinis Buch außerdem zu einem unvergesslichen Leserlebnis macht, ist seine geniale Fähigkeit, die verschiedenen Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen. Alles, was Hosseini aufgreift, findet im Laufe der Handlung seine Entsprechung; jeder Begebenheit wird später ein tieferer Sinn geschenkt. Beeindruckend!
Neben aktuellen Kino- und Musiknews wollen wir euch von nun an auch interessante und spannende Neuheiten aus dem Bereich der Literatur vorstellen und haben somit eine neue Rubrik "Bücher" eröffnet. Den Anfang machen wir mit „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini:
Grenzenlose Liebe, Bewunderung und tiefste Dankbarkeit; maßlose Enttäuschung, quälende Zweifel, Neid und bittere Reue - nur wenige Bücher vermögen die Skala der Gefühle so umfassend abzudecken und sie miteinander zu verknüpfen wie Khaled Hosseinis „Drachenläufer“. Von der ersten Seite an packt der Roman seine Leser und nimmt sie mit auf eine Reise ins Afghanistan der 60er und 70er Jahre, genauer nach Kabul, wo sie Einblicke in die ersten 12 Lebensjahre des Protagonisten und Ich-Erzählers Amir bekommen. Amir, der, als die russischen Truppen in Afghanistan Einzug hielten, mit seinem hoch angesehenen Vater Baba in die USA floh, erzählt rückblickend von seiner Kindheit in Afghanistan, die im Winter 1975 eine tragische Wende nahm. Jener Winter markiert den Bruch der tiefen und innigen Freundschaft Amirs zu dem nur wenige Monate jüngeren Hassan, der zusammen mit seinem Vater Ali als Diener im Hause Babas arbeitet. Trotz der Unterschiede in Aussehen, Bildungsstand, Religion und gesellschaftlicher Stellung wachsen die beiden Jungen Seite an Seite auf. Vor allem der bemerkenswert loyale Hassan ergreift jede sich bietende Gelegenheit, Amir seine Zuneigung und Anerkennung zu beweisen. Immer und immer wieder tritt er vollkommen selbstlos für Amir ein. Als eines Tages jedoch Hassan etwas Schreckliches zustößt, versäumt Amir es, seinem Freund zur Hilfe zu kommen und ihm beizustehen – eine folgenschwere Entscheidung, die das Leben des Protagonisten entscheidend verändert.
Zwar gelingt es Amir, sich in den USA ein glückliches Ehe- und Berufsleben aufzubauen und endlich auch die so lang ersehnte Anerkennung des Vaters zu gewinnen, aber die Erinnerungen an seine Vergangenheit lassen ihn nicht los. In den USA verfolgt er die Übernahme Afghanistans durch die Taliban und deren Gewaltherrschaft und wird so immer wieder an Hassan erinnert. Er kann sich nicht verzeihen, dass er seinem Freund nicht geholfen hat. Eines Tages erhält Amir jedoch einen Anruf, der sein Leben verändern soll: Er bekommt die Chance, nach Afghanistan zurückzukehren, die Geschehnisse wieder gutzumachen und endlich mit sich ins Reine zu kommen.
Khaled Hosseinis „Drachenläufer“ erzählt die Geschichte dieser innigen Freundschaft voller Gefühl. Daneben stellt der Autor uns ein anderes Afghanistan vor, als wir es in den letzten Jahren aus den Medien kennen. Er gewährt uns Einblicke in das afghanische Leben und die afghanische Kultur vor dem Krieg und zeigt eindrucksvoll die tiefe Traurigkeit der Exil-Afghanen über den Verlust ihrer Heimat und die Hilflosigkeit in ihrem Land. Was Hosseinis Buch außerdem zu einem unvergesslichen Leserlebnis macht, ist seine geniale Fähigkeit, die verschiedenen Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen. Alles, was Hosseini aufgreift, findet im Laufe der Handlung seine Entsprechung; jeder Begebenheit wird später ein tieferer Sinn geschenkt. Beeindruckend!
weitere Nachrichten aus der Kategorie Bücher:
Wieder ist es ein Spiel. Und wieder eines, das harmlos beginnt und böse endet. Doch diesmal lauert der Tod zwischen den Bäumen. Ursula Poznanskis "Saeculum" ist noch mörderischer als ihr Megaerfolg "Erebos".
» mehr lesen
0 Kommentare
Gut möglich, dass dir dieses Buch nicht gefällt. Vielleicht ist es ja sowieso nichts für dich. Für wen genau ist Claudia Tomans Roman »Jagdzeit" denn etwas?
» mehr lesen
Amazon will nun auch in den Gewässern fischen, die bisher weitgehend klassischen Verlagen vorbehalten waren. Ob dieser neue Konkurrenzkampf dem Buchmarkt Flügel verleiht und am Ende Lesern, Autoren oder keinen von beiden nutzen wird, bleibt abzuwarten.
» mehr lesen



