Die gefährlichsten Straßen der Welt

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08.03.2010

Die North Yungas Road in Bolivien oder der Pan American Highway in Costa Rica: diese Straßen sind nur zwei der tödlichsten der Welt. Was macht diese Strecken so gefährlich? Und warum nimmt die Zahl der Todesopfer ständig zu?

Der Straßenverkehr: Eine tödliche Falle. Jährlich sterben rund 1,3 Millionen Menschen, zwischen 20 und 50 Millionen werden schwer verletzt.

Grund genug für die Organisation ASIRT, eine Liste aller gefährlichen Risiken im Straßenverkehr für 178 Länder zu erstellen, um die bedrohlich hohe Ziffer der Todesopfer und Schwerverletzten zu senken. Eine weitere Vorsichtsmaßnahme: Die Auflistung der gefährlichsten Straßen der Welt.

Platz 1: Die North Yungas Road in Bolivien, eine gut 70 km lange Strecke durch die Anden auf bis zu 3500 Metern Höhe. Erst im Jahr 2006 wurde eine Umleitung errichtet; bis dahin kostete diese Strecke bis zu 300 Menschen das Leben.

Platz 2: Die Straße zwischen Porto Alegre und Rio in Brasilien. Eine Strecke von 1550 Kilometern inmitten steiler Klippen, die sarkastisch auch "Rodovia da Morte", zu Deutsch "Straße des Todes" genannt wird.

Gefahr droht auch in China und Europa

Die Liste lässt sich endlos fortführen. Auch in Mittelamerika gibt es eine Strecke von tödlicher Gefahr: Der Pan American Highway in Costa Rica zwischen San Isidro de El General und Cartago, der "Hügel des Todes".

Besonders China ist aufgrund der drastischen Zunahme des Autoverkehrs nicht minder betroffen. 100000 Menschen sterben dort jährlich im chaotischen Straßenverkehr. Die gefährlichste Route verbindet Sichuan mit Tibet und führt 2412 Kilometer weit über 4000 bis 5000 Meter hohe Berge; Erdrutsche und Lawinen nicht ausgeschlossen.

Auch Europa bleibt nicht von tödlichen Strecken verschont. Ein Beispiel: Die Nord-Süd-Verbindung an der kroatischen Adriaküste, gespickt mit unüberschaubaren Kurven, denen Markierungen sowie schützende Leitplanken fehlen.

Warum steigen die Opferzahlen?

"Die extrem rasche Massenmotorisierung ist ein Mitgrund, warum es zu solchen horrenden Opferzahlen kommt", so Martin Blum vom Verkehrsclub laut Pressetext. Deshalb: Vorsicht ist das oberste Gebot!

(nm)
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